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CE-Kennzeichnung und WPK

Vorgaben in Vorteile verwandeln

Die CE-Kennzeichnung schafft Rechtssicherheit und ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Waren und Dienstleistungen. Für den Metallbau bedeutet das: Ein CE Zeichen darf nur dann angebracht werden, wenn der Hersteller nachweisen kann, dass er seine Produkte normkonform und nach WPK (Werkseigene Produktionskontrolle) anfertigt und deklariert. Für viele Metallbauer ist die Kennzeichnungspflicht ein notwendiges Übel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die werkseigene Produktionskontrolle sinnvoll nutzen wund gesetzliche Vorschriften in echte Vorteile für Ihr Unternehmen umwandeln können.

Grundlagen der CE-Kennzeichnung

Grundlage für die CE-Kennzeichnung ist die Bauproduktenverordnung (BauPVO).  Hier sind die Rahmenbedingungen für die CE-Zertifizierung beschrieben.

Die BauPVO unterscheidet unterschiedliche Systeme der Konformitätsbewertung: Die „Systeme zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit (Assessment and Verification of Constancy of Performance AVCP) unterscheidet die Systeme 1, 2, 3, 4 in unterschiedlichen Ausprägungen. Für unser Gewerk sind das System 3 für übliche Fenster, Türen und Fassaden ohne erhöhte Anforderungen und das System 1 für alle fremdüberwachten Produkte ausschlaggebend.

Grundvoraussetzung für die berechtigte CE-Kennzeichnung von Bauprodukten ist die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) und die damit verbundene Dokumentation.  

Sehr viele der Anforderungen an Qualifikation, Wartung und Prüfung werden schon heute im Metallbau gelebt. Die Herausforderung liegt allerdings in der häufig fehlenden Dokumentation dieser Tätigkeiten. Und zwar in einer Form, die eine Rückverfolgbarkeit auf jedes individuell hergestellt Element für 10 Jahre sicherstellt. 

Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)

Die Werkseigene Produktionskontrolle dokumentiert hierbei alle relevanten Arbeitsschritte – beginnend in der Arbeitsvorbereitung, bis hin zu allen Abläufen in der Herstellungskette. Zusätzlich auch im Bereich der Montage, wenn die zugesicherten Leistungseigenschaften erst an der Baustelle hergestellt werden können (z.B. Fassade).

Unterstützende Prozesse und Leitungsprozesse

Hier können zwei Prozessgruppen unterschieden werden: Es handelt sich ersten die unterstützenden Prozesse (die sich vorrangig mit den nicht herstellungsrelevanten Themen beschäftigen) und zweitens die Leitungsprozesse, die sich mit der Arbeitsvorbereitung, der Warenannahme, der Herstellung und der Endkontrolle auseinandersetzen. 

 

Qualitätsstandards gestalten und dokumentieren

Die Korrekturmaßnahmen, die Rückverfolgbarkeit und Fertigungschecklisten sind die elementaren Bausteine der WPK. Hier besteht die Kunst darin, diese „Zusatzaufgaben“ mit möglichst wenig Mehraufwand zu gestalten.  

Richtig angewendet, kann die CE-Kennzeichnung und die damit verbundene WPK nicht als „notwendiges Übel“, sondern als Chance gesehen werden. Sie kann nämlich als Medium genutzt werden, um Qualitätsstandards zu gestalten und gleichzeitig zu dokumentieren. 
 

Tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung

Unter anderem bei diesem Thema unterstützt das Partner Consulting Team (PCT). Mit standardisierten Vorlagen, die in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Metallbaubetrieb angepasst werden, hat das Team schon viele Partnern bei der Umsetzung unterstützt. 

Sollten auch Sie Interesse oder Fragen haben, so melden Sie sich gerne beim Partner Consulting Team, am besten per Mail unter PCT@schueco.com.